Neugeborene nehmen ihre Umwelt unscharf wahr: Die perfekte Koordination von Auge und Gehirn muss sich erst noch entwickeln. Trotzdem können bereits Babys kurzsichtig oder weitsichtig sein. Bei Ihrem Baby wurde eine Fehlsichtigkeit festgestellt? Eine Babybrille korrigiert sie. Aber was muss das geeignete Modell haben? Und brauchen Babys eigentlich eine Sonnenbrille?
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Babybrille: Darauf sollten Sie bei der Brille für das Baby achten

Neugeborene nehmen ihre Umwelt unscharf wahr: Die perfekte Koordination von Auge und Gehirn muss sich erst noch entwickeln. Trotzdem können bereits Babys kurzsichtig oder weitsichtig sein. Bei Ihrem Baby wurde eine Fehlsichtigkeit festgestellt? Eine Babybrille korrigiert sie. Aber was muss das geeignete Modell haben? Und brauchen Babys eigentlich eine Sonnenbrille?

Das erste Jahr: Sehen will gelernt sein

Ist in Babys Auge eine Fehlsichtigkeit angelegt, lässt dieses die Fähigkeit vermissen, Sehreize wie Licht oder Farben scharf auf der Netzhaut abzubilden, um sie dem Gehirn zur Verarbeitung bereitzustellen. Eine Babybrille korrigiert Kurz- oder Weitsichtigkeit. Mehr noch, sie verhilft Ihrem Kind dazu, scharfes und räumliches Sehen erstmalig zu lernen! Im allerersten Monat sieht Ihr Baby noch unscharf und nicht mehr als 30 Zentimeter weit, doch kann hell und dunkel erkennen. Etwa im sechsten Monat beginnt es zu greifen - und sieht auch Objekte, die ein wenig weiter entfernt sind, scharf. Und mit einem Jahr? Kann es auch Dinge wie den schnell vorbeirollenden Ball gezielt mit den Augen verfolgen. Erst im Alter von Sechs bis Sieben ist die Sehentwicklung so gut wie abgeschlossen.

Leicht und bruchfest: Gläser für die Babybrille

Eines muss die Babybrille vor allem sein: Bruchfest! Kunststoffbrillengläser aus CR 39 und Polycarbonat bieten hier maximale Sicherheit. Ein Material, das auch verlässliche Sport- und Schutzbrillen macht - und so leicht ist, dass sein Gewicht auf kleinen Näschen nicht drückt. Brillengläser (Grundgläser) für Babybrillen sind klein im Durchmesser, dazu vergleichsweise dünn. Es sei denn, starke Fehlsichtigkeit macht höherbrechendes Material notwendig: Bei starken Minusgläsern sind Glasränder, die bei Metallfassungen den Rand überschreiten, stets sorgfältig abzudecken. Eine Entspiegelung dagegen ist verzichtbar, aber angenehm: Sie blendet störende Reflexionen aus, damit Sie Ihrem Baby frei in die Augen schauen können.

Nicht die Fassung verlieren! Babybrillen in Action

Eine Babybrille macht eine Menge mit: Bewegungen aller Art, Herumrollen, auf dem Bauch liegen, Köpfchen heben - und erschöpft ablegen, nicht selten auf dem Gesicht liegend. Und all dies bei ungebremstem Forscherdrang - hier wird erkundet, ertastet und in den Mund gesteckt, was die Fassung hergibt! Aktivitäten, die Zuschauer zu Jubelrufen inspirieren: Wie süß! Mit der richtigen Fassung hat Baby alles scharf im Blick, soll ich aber auch wohlfühlen. Die Herausforderung: Eine Lösung, die gleichzeitig sicher sitzt und rundum bequem ist.

Babybrille ohne scharfe Ecke und Kanten 

Wobei rundum wörtlich zu nehmen ist. Heißt: ohne scharfe Ecken und Kanten. Gleichzeitig lässt sicherer Sitz die Babybrille bei jeder Bewegung und Drehung mitgehen, ohne dass sich die kleine Sehhilfe selbstständig macht. Sogar auch beim Liegen auf der Seite darf die Fassung nicht stören. Denn für Babys gilt: Nicht mehr Brille als nötig. Die Fassungsbreite endet daher an den Schläfen und oben mit den Augenbrauen.

Bei Neugeborenen ersetzen flexible Häubchenbänder bzw. Kopfbänder die Bügel, einige Modelle erlauben den Wechsel zwischen Bügel und Band - per Clip. Unter Allergie- und Hautaspekten ist weicher Kunststoff oder mit Schutzkappe versehenes Titanflex anderen Metallen vorzuziehen. Metallfrei? Ja, die soften Babybrillen kommen sogar ohne Scharniere und Schräubchen aus, denn auch diese können ein gewisses Verletzungsrisiko bergen. Wie finden Sie Ihr Wunschmodell? Eine Reihe von Herstellern hat sich auf leichte, aber robuste und altersgemäße Babyfassungen, vom Neugeborenen bis Kleinkind, spezialisiert.

Brauchen Babys eine Sonnenbrille?

Sollten Babys, fehlsichtig oder nicht, eine Sonnenbrille tragen? Bei Babys und Anfangskrabblern normalerweise verzichtbar - Hut und Mütze mit großzügigem Schirm, Sonnensegel über Rasen und Sandkasten sowie Kinderwagen plus Sonnenschirm liefern ausreichend Schutz und Schatten. Abgesehen davon, dass sehr junge Babys kaum über einen Nasenrücken und Ohransatz verfügen, der eine Sonnenbrille sicher trägt.

Auch wird ein gewisses Maß an UV-Licht für die Sehentwicklung gebraucht. Beim Urlaub in den Bergen oder am Meer mit aktiven Kleinkindern ist das UV-Maß allerdings voll: Hier brauchen sensible Kinderaugen eine bruchfeste, schützende Sonnenbrille mit 100 Prozent Schutz vor UV-A und UV-B Strahlung. Lassen Sie Billigmodelle im Drogeriemarkt mit blau oder rot getönten Gläsern links liegen. Die Augengesundheit Ihres Kindes sollte Ihnen einen Besuch beim Augenoptiker und eine individuell angepasste Sonnenbrille wert sein - inklusive kindgerechter Tönung für natürliche Farbwahrnehmung.

Fehlsichtigkeit rechtzeitig entdecken

Wo das Sehen Ihres Kindes und Babys beeinträchtigt ist, fehlt ihm eine entscheidende Orientierung. Eltern sollten die Bedeutung gesunder Sehentwicklung nicht unterschätzen. In den ersten Monaten und Jahren wird die Basis für lebenslang gutes Sehen gelegt: Je eher Ihr Kind durch wertige Brillengläser blickt, desto besser. Für den Laien ist eine Sehschwäche allerdings schwer zu erkennen. Die bei Kleinkindern noch sehr weiche Linse ist besonders anpassungsfähig - und vielleicht gleicht ein gutes Auge das sehschwache unbemerkt aus?

Dabei kann bereits leichte Fehlsichtigkeit Probleme wie Schielen begünstigen: Augenärzte raten ab einer Sehschwäche von +/- 2 dpt zu einer Babybrille. Bis zum 12. Monat erkannt, gelingt die Korrektur von Schielen (Amblyopie) noch unkompliziert. Sie stellen Ihr Baby zu allen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt vor? Glückwunsch! Dann können Sie sicher sein, dass ein Verdacht auf Fehlsichtigkeit rechtzeitig entdeckt - und Ihr Kind an den Augenarzt überwiesen wird.

Stimmt alles mit der Babybrille? Anpassung und Kontrolle beim Optiker - regelmäßig

Für regelmäßige Kontrolle sowie richtige Anpassung und Sitz sorgt der Augenoptiker Ihres Vertrauens. Sitzt die Babybrille bequem, zu eng oder zu locker? Drückt die Brille an den Ohren? Jede Fassung muss angepasst werden. Nur so verteilt sich der Druck gleichmäßig auf dem Nasenrücken. Fassungen mit Silikon-Blocksteg erfreuen mit anschmiegsamen Sitz auf der Nase. Achten Sie außerdem darauf, dass Bügel mit Federscharnier Babys Ohrmuschel bis zum Ohrläppchen umschließen - etwa nach Art einer Sportbrille.

Spezielle Babybrillen Bügel erkennen Sie an den flexiblen, weichen Endstücken. Und dann? Nimmt die Brille ihren Einsatz im Kinderzimmer auf. Stimmt noch alles mit dem kleinen Nasenfahrrad? Ist das ein Riss im Silikon? Guter Optiker-Service sieht regelmäßige Kontrollen vor - und ersetzt schadhafte Brillenteile rechtzeitig. Gewusst? Ihr Optiker steht Ihnen und Ihrer Familie nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern auch mit einem eigenen Kinder-Servicepass - für regelmäßigen Brillen-Check und erfolgreiche Sehentwicklung!

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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