Behandlung von Borreliose
(14)

Behandlung von Borreliose

Unter günstigen Bedingungen ist Borreliose heilbar – vor allem, wenn die Behandlung möglichst früh begonnen wird. Hier bekommen Sie einen Überblick über die Medikamente zur Borreliose-Behandlung und erfahren, was Sie selbst zur Heilung beitragen können.

Behandlungserfolg ist vom Stadium der Borreliose abhängig

Der Ablauf einer Borreliose-Infektion lässt sich in drei Stadien unterteilen:

  • Stadium I oder Frühstadium (wenige Tage bis ein paar Wochen nach dem Zeckenbiss)
  • Stadium II oder akute Neuroborreliose (wenige Monate nach dem Zeckenbiss)
  • Stadium III oder chronische Borreliose (mehrere Monate bis Jahre nach dem Zeckenbiss)

Die Symptome fallen je nach Stadium der Krankheit unterschiedlich aus.

Ob eine Borreliose-Behandlung erfolgreich ist, hängt größtenteils davon ab, in welchem Stadium die Infektion erkannt und behandelt wird. Gerade im Frühstadium ist Borreliose gut heilbar, da sich die Bakterien (Borrelien) nur langsam ausbreiten und nur allmählich die Organe und das Nervensystem befallen.

Je später die Krankheit erkannt wird, desto schwieriger wird die Behandlung. Eine chronische Borreliose kann schlimmstenfalls trotz Behandlung bleibende Schäden nach sich ziehen. Das ist nicht immer so, aber das Risiko besteht.

Borrelise behandeln: Mit Antibiotika gegen die Bakterien

Komplett heilbar ist Borreliose nur durch Antibiotika, da nur diese Medikamente die Bakterien abtöten – also die Ursache beheben – können. Das Immunsystem bildet zwar auch selbst Antikörper gegen die Krankheitserreger, doch diese können die Borrelien nur in Schach halten, nicht vollständig bekämpfen.

 Die Behandlung von Borreliose erfolgt in der Regel stationär im Krankenhaus.

Die Behandlung von Borreliose erfolgt in der Regel stationär im Krankenhaus.

Behandlung einer Borreliose in den Stadien I und II

Erwachsene Patienten bekommen gegen eine Borreliose im Frühstadium oder eine akute Neuroborreliose vor allem Antibiotika mit dem Wirkstoff Doxycyclin – in der Regel in Tablettenform. Allerdings kann dieser Wirkstoff das Wachstum von Knochen und Zähnen beeinträchtigen. Daher bekommen Kinder, deren Skelett und Gebiss noch nicht vollständig ausgebildet sind, Antibiotika mit einem anderen Wirkstoff namens Amoxicillin, der diese Nebenwirkungen nicht aufweist.

Schlägt das Medikament nicht an, muss der Arzt nach spätestens zwei Wochen ein anderes Antibiotikum verabreichen. Wird frühzeitig mit der Behandlung begonnen, ist eine Borreliose im ersten Stadium in der Regel nach vier Wochen ausgestanden.

Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Vermutung ist der Patient jetzt aber nicht gegen eine erneute Infektion durch Borrelien immun.

Spezielle Antibiotika für Therapie der chronischen Borreliose

Die chronische Borreliose bzw. Stadium III der Borreliose wird ebenfalls mit Antibiotika behandelt. Allerdings kommen andere Wirkstoffe zum Einsatz als in den früheren Stadien. Die Mediziner verwenden vor allem sogenannte Cephalosporine der dritten Generation.

Die Medikamente werden nicht in Tablettenform, sondern intravenös verabreicht – direkt im Blut können sie die Bakterien zuverlässiger abtöten. Das kann mehrere Wochen dauern. Um die Heilungschancen zu erhöhen, kombiniert der Arzt unter Umständen mehrere verschiedene Antibiotika.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

C K
Autor/-in
Christopher Kiel
Wie finden Sie diesen Artikel?