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Bindehautentzündung: Symptome und Behandlung

Wenn Sie bei sich die Symptome einer Bindehautentzündung feststellen, sollten Sie sich nicht erst mit Hausmitteln aufhalten, sondern sofort zu einem Arzt gehen. Die Behandlung hängt nämlich ganz davon ab, was die Krankheit bei Ihnen ausgelöst hat. Und dafür kann es unterschiedliche Ursachen geben.

Das sind die Symptome einer Bindehautentzündung

Wenn Ihre Augen jucken, brennen und sich röten, sollten Sie hellhörig werden. Viele Patienten beschreiben außerdem ein Fremdkörpergefühl – so, als hätten sie Sand unter den Lidern. Der Tränenfluss wird angeregt, und das Auge kann anschwellen. Achten Sie darauf, nicht am Auge zu reiben! Morgens kann es sein, dass Sie die Lider nur schwer aufbekommen: Das Auge sondert Schleim ab, der die Augenlider verklebt. Betroffene reagieren außerdem deutlich lichtempfindlicher als sonst.

Ursache der Bindehautentzündung abklären lassen

Suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf, wenn Ihre Symptome auf eine Bindehautentzündung schließen lassen. Er kann mit einigen Untersuchungen herausfinden, was der Erkrankung zugrunde liegt, und die passende Therapie verschreiben. Versuchen Sie keine Behandlung im Alleingang einem Hausmittel wie etwa Kamillenteebeuteln – Sie können dadurch schwere allergische Reaktionen hervorrufen und Ihr Leiden verschlimmern, anstatt es zu bekämpfen.

Bindehautentzündung behandeln - Auslöser finden 

Leider sind bei der Bindehautentzündung die Symptome immer ähnlich, unabhängig davon, was der Auslöser dafür ist. Der Arzt muss also die richtige Diagnose stellen und die Behandlung entsprechend anpassen. Sind Bakterien die Auslöser, kann er Mittel verschreiben, die ein Antibiotikum enthalten. Dies greift die Erreger an und macht ihnen den Garaus, allerdings muss der Patient die Behandlung den kompletten vorgeschriebenen Zeitraum über durchführen. Bei Viren würde das Medikament nichts nützen. Hier gibt es zwar einige Tropfen oder Salben, die die Symptome der Bindehautentzündung erträglich machen, doch die Krankheit muss von allein abheilen. In den meisten Fällen tut sie das auch komplikationslos. Betroffene sollten aber am besten bis zur Gesundung zu Hause bleiben, da die Infektion sehr ansteckend ist.

Behandlung von Bindehautentzündung: Reaktion des Immunsystems unterstützen

Stellt der Arzt fest, dass die Krankheit durch Herpesviren ausgelöst wurde, verschreibt er eine Behandlung mit dem Wirkstoff Aciclovir. Ist hingegen eine Allergie die Ursache, muss die Reaktion des Immunsystems unterdrückt werden, damit die Entzündung zurückgeht. Vor allem bei älteren Patienten wird die Erkrankung aber auch durch trockene Augen ausgelöst. Das bedeutet, dass sie nicht genügend Tränenflüssigkeit haben, um die Bindehaut immer ausreichend zu benetzen. In diesem Fall erhalten sie auch für den Zeitraum nach der eigentlichen Therapie Augentropfen, die sie langfristig anwenden können, um einem Rückfall vorzubeugen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Gisèle Schneider
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