Für viele Menschen gehört stundenlange Bildschirmarbeit zum Alltag. Für die Augen bedeutet das eine starke Belastung. Welche Folgen das haben kann, wie Sie diese vermeiden können und was es bei der Bildschirmarbeit mit Sehschwäche zu beachten gibt, lesen Sie im Folgenden.
Augen: So funktioniert unser Sehsinn •

Bildschirmarbeit: Pausen für die Augen einplanen!

Für viele Menschen gehört stundenlange Bildschirmarbeit zum Alltag. Für die Augen bedeutet das eine starke Belastung. Welche Folgen das haben kann, wie Sie diese vermeiden können und was es bei der Bildschirmarbeit mit Sehschwäche zu beachten gibt, lesen Sie im Folgenden.

Trockene Augen und andere Symptome übermäßiger Bildschirmarbeit

Bildschirmarbeit verlangt den Augen einiges ab. Wenn Sie den Blick ständig zwischen Tastatur, Bildschirm und Notizblock hin- und herbewegen, müssen die Augen laufend ihre Brechkraft an die wechselnden Sichtabstände anpassen, um ein scharfes Bild zu erzeugen.

Zudem wechseln auch die Lichtverhältnisse zwischen Bildschirm und Tastatur. Das heißt, auch die Pupillenöffnung weitet und schließt sich immer abwechselnd. Für die Augenmuskeln ist das harte Arbeit. Hinzu kommt, dass bei der Bildschirmarbeit vermindert Tränenflüssigkeit produziert und oft zu selten geblinzelt wird.

Alles in allem führt übermäßige Bildschirmarbeit zum sogenannten „Büro-Augen-Syndrom“ (engl. „Office Eye Syndrome“), das sich durch folgende Beschwerden äußert:

  • Trockene Augen
  • Müde Augen
  • Brennende Augen
  • Augenzucken
  • Augenflimmern
  • Verschwommene Nah- und Fernsicht
  • Doppelbilder
  • Kopfschmerzen
  • Druckgefühl an den Augen

Denken Sie an Pausen bei der Bildschirmarbeit

So oft wie möglich sollten Sie Ihren Augen während der Bildschirmarbeit Pausen gönnen. Lassen Sie zum Beispiel Ihren Blick in die Ferne schweifen und schauen Sie bewusst am Bildschirm vorbei. Blinzeln Sie außerdem regelmäßig. Spätestens, wenn Sie spüren, dass sich Ihre Augen trocken und müde anfühlen, halten Sie kurz inne und zwinkern Sie ganz bewusst ein paarmal. Sie können Ihre Augen auch für ein paar Sekunden ganz schließen.

Stehen Sie zwischendurch auch immer mal wieder auf und entfernen Sie sich ganz von Ihrem Schreibtisch. Ziehen Sie sich kurz auf die Toilette zurück, strecken Sie sich und machen Sie Gesichtsgymnastik, um die Augen zu entspannen – sprich: schneiden Sie ein paar Grimassen, reißen Sie die Augen auf und kneifen Sie sie anschließend wieder zusammen.

Wer unter Weitsichtigkeit leidet, muss seine Augen bei der Bildschirmarbeit noch stärker anstrengen als sonst. Schließlich ist bei der Arbeit an Bildschirm und Tastatur eher die Nahsicht gefragt als die Fernsicht.

Doch auch, wer mit einer Kurzsichtigkeit zu kämpfen hat, belastet seine Augen bei der Bildschirmarbeit. Die Sichtabstände ändern sich zwar bei der Arbeit am Schreibtisch, dennoch bleibt alles mehr oder weniger im Nahbereich des Blickfelds. Dies kann eine bestehende Kurzsichtigkeit sogar noch verschlimmern.

Korrektur von Sehschwächen durch Brille oder Kontaktlinsen für die Bildschirmarbeit

Kurzsichtige und Weitsichtige können den zusätzlichen Problemen bei der Bildschirmarbeit entgegenwirken, indem sie ihre Sehschwäche korrigieren lassen. Einen Test zur Bestimmung der Sehstärke können Sie beim Optiker oder Augenarzt machen. Anschließend können Sie sich zwischen einer Brille oder Kontaktlinsen entscheiden. Nach Absprache mit dem Augenarzt kommt zudem eventuell eine Laser-OP zur Korrektur der Sehschwäche infrage. Ausreichend Pausen müssen Sie bei der Bildschirmarbeit aber trotzdem einlegen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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