Heilpflanzen gegen Demenz: Diese natürlichen Mittel helfen, das Gedächtnis zu erhalten
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Heilpflanzen gegen Demenz: Diese natürlichen Mittel helfen, das Gedächtnis zu erhalten

Demenz zählt im Alter zu den gefürchteten Erkrankungen des Gehirns. Neben Gedächtnistraining und einer gesunden Lebensweise kann die Natur so manchen Beitrag zum Vorbeugen und Lindern von Gedächtnisstörungen beitragen. Zu den Heilpflanzen gegen Demenz und Co. zählen bekannte Kräuter wie Ginkgo, Kurkuma und Taigawurzel, aber auch zahlreiche heimische Kräuter wie Baldrian, Melisse und Salbei.

Kräuterzubereitung als Tee und Sud

Heilkräuter, insbesondere bei der Verwendung von Wurzeln und Rinden, geben ihre Wirkstoffe nur sehr langsam ab. Entsprechend sollte die Zubereitung sorgfältig erfolgen und die Ziehzeit eingehalten werden. Das Wasser wird für die Zubereitung der Heilpflanzen gegen Demenz regulär gekocht und je ein Teelöffel Kraut mit ca. 250 ml gekochtes, aber nicht mehr kochendes Wasser übergossen. 

Blätter, Blüten, Früchte und Kraut werden ca. für 10 Minuten ziehen gelassen, während Rinden und Wurzeln kurz angemörsert werden, bevor sie mit dem Wasser übergossen und 20 Minuten ziehen gelassen werden. Optimale Wirkungskraft entfalten die Inhaltsstoffe der Heilkräuter, wenn drei mal täglich vor oder während dem Essen eine Tasse Tee getrunken wird. 

Welche Pflanzen eignen sich als Heilpflanzen gegen Demenz?

Ginkgo

Die Blätter des Ginkgo-Baumes gelten als die unübertroffenen Teekräuter für Gehirn und Nerven. Die Wirkstoffe unterstützen den Blutfluss bis in die kleinsten Äderchen, wodurch im Gehirn eine geistige Leistungsverbesserung erfolgt. Als Fertigprodukte in Form von Tabletten und Tropfen im Handel, kann Ginkgo-Tee täglich getrunken ebenfalls die Gehirngesundheit unterstützen.

Taigawurzel

Die Inhaltsstoffe der Taigawurzel gelten als konzentrationsfördernd und mental aktivierend. Sie lindern Müdigkeitsgefühle und sorgen für einen wachen Geist. Die Wurzel ist ein bewährter Bestandteil in Fertigprodukten aus der Apotheke, kann als Tee jedoch auch als lose Wurzel zubereitet werden. Zu beachten: Bei Bluthochdruck gilt Taigawurzel als ungeeignetes Heilkraut.

Gotu Kola (Indischer Wassernabel)

Die frischen Blätter des Gotu Kola-Krautes fördern die Blutzirkulation und die Konzentration. Sie können nicht nur als Tee genossen werden, sondern auch als Zutat in Salaten oder Kräuterquarkzubereitungen (zwei bis drei Blätter pro Tag) genutzt werden. 

Gelbwurz (Kurkuma)

Aus der asiatischen Küche ist Kurkuma kaum wegzudenken und gilt als gesundheitsförderliches Gewürz mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Das enthaltene Curcumin wird mit der guten Energieversorgung der Gehirnzellen in Verbindung gebracht und kann als Tee und Gewürz (frisch gerieben) regelmäßig verwendet der Gehirngesundheit förderlich sein.

Melisse

Melisse enthält den Botenstoff Acetylcholin, der im Gehirnstoffwechsel positive Wirkung entfaltet. Die beruhigende, ausgleichende und schlaffördernde Wirkung der Zitronenmelisse gilt als förderlich für die Gehirngesundheit und die Konzentration. Als Einzelkraut kann Melisse sowohl für die Zubereitung leckerer Getränke dienen, aber auch in Teemischungen sein erfrischendes Aroma entfalten. 

Baldrian

Durch die entspannende und beruhigende Wirkung der Baldrianwurzel bietet sich dem Gehirn eine bessere Erholung gefolgt von gesteigerter Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Anders als die meisten Heilpflanzen wird Baldrian bevorzugt als Kaltauszug hergestellt, bei dem die Wurzel 12 Stunden in einer Tasse mit Wasser ziehen sollte. Der Sud kann kalt in kleinen Schlucken getrunken oder nach dem Erwärmen als Tee genossen werden.

Rosenwurz

Bei den meisten Demenzerkrankungen ist der Neurotransmitter-Haushalt gestört. Rosenwurz als Tee setzt dem den Wirkstoff Rosavin entgegen, der die Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn anregt. Die geistige Klarheit und Konzentrationsfähigkeit wird somit gesteigert und die mentale Widerstandskraft gegen Stress gestärkt. 

Rosmarin

Das aromatische Kraut bringt nicht nur leckere Würze in Speisen, sondern kann auch als Tee getrunken eine wohltuende Wirkung entfalten. Neben aktivierende Eigenschaften auf den Blutkreislauf kann die enthaltene Carnolsäure Toxine reduzieren, die man für die Entwicklung von Demenz verantwortlich sieht. Zudem fördert Rosmarin die Konzentrationsfähigkeit.

Salbei

Schon früher wurde Salbei gerne als Heilkraut gegen Vergesslichkeit empfohlen. Heute gilt das aromatische Würz- und Heilkraut als förderlich für das Gehirn, da die Inhaltsstoffe den Abbau des Botenstoffes Acetylcholin hemmen, dessen Reduktion mit der Alzheimer-Demenz in Verbindung gebracht wird. Als Heilpflanze gegen Demenz eignet sich Salbei sowohl als Tee als auch für die Speisenwürze.

Wermut

Wermutkraut ist vor allem für seine förderliche Wirkung auf den Verdauungstrakt bekannt. Die enthaltenen Bitterstoffe unterstützen die Sekretproduktion und fördern die Funktion von Magen, Darm und Leber. Zudem wirken die Inhaltsstoffe auf den Acetylcholin-Haushalt und hindern die Reduktion des Botenstoffes als Neurotransmitter im Gehirn.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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