Alzheimer •

Das sind die Ursachen von Alzheimer

Über eine Million Menschen in Deutschland leiden an Alzheimer, der häufigsten Form der Demenz. Die Krankheit verändert das Leben der Betroffenen vor allem in schweren Verläufen radikal und sollte daher so früh wie möglich behandelt werden.

Was ist Alzheimer?

Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Form der Demenz. Sie ist vor allem durch ein neurodegeneratives Krankheitsbild gezeichnet. Auch in leichten Verläufen müssen Betroffene bereits mit problematischen Symptomen rechnen. Es ist daher nachvollziehbar, dass sich viele Menschen fragen, ob sie selbst zu den Risiko-Patienten zählen, um vorsorgen zu können. Doch nur in seltenen Fällen lässt sich das Risiko grob abschätzen, wie die bisher bekannten Ursachen der Alzheimer-Krankheit zeigen.

Organische Ursache: Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn

Schon Alois Alzheimer, der zuallererst die Alzheimer-Krankheit erforschte, stellte bei der Untersuchung des Gehirns einer verstorbenen Betroffenen Veränderung am Organ fest. Wie die moderne Forschung inzwischen weiß, handelt es sich dabei um Ablagerungen des sogenannten Beta-Amyloids, einem Eiweiß. Die Ablagerungen werden auch als Plaques bezeichnet. Sie gehen einher mit einem Rückgang der Hirnsubstanz, zum Beispiel dem Verlust von Synapsen. Warum genau diese Entwicklung auftritt, ist bis heute nicht geklärt. Doch es scheint einen Zusammenhang mit dem Altern zu geben. Ob sich ein Gehirn eines Tages in dieser Form verändert, lässt sich im Vorfeld nicht sagen.

Stoffliche Ursache: Ungleichgewicht der Neurotransmitter

Daneben macht auch die Ausschüttung der Neurotransmitter, auch bekannt als Botenstoffe des Gehirns, eine krankhafte Veränderung durch. Vor allem die Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat sind davon betroffen. Ihre Aufgaben: Aufrechterhaltung der normalen Funktion der Nervenzellen, was unter anderem die Signalübertragung umfasst. Geht die Hirnsubstanz zurück, beispielsweise durch Ablagerungen von Plaques, kann das Gehirn nicht mehr ausreichend Acetylcholin produzieren. Dieser Neurotransmitter fehlt dem Organ schließlich. Andererseits führen die Veränderungen des Gehirns durch Alzheimer auch zu einer übermäßigen Ausschüttung des Neurotransmitters Glutamat. Auch diese Veränderung im Körper kann nicht durch Tests oder Untersuchungen vorausgesagt werden.

Genetische Ursache: Vererbung von Alzheimer

Anders ist es mit den genetischen Ursachen: Verwandte ersten Grades von Alzheimer-Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko, selbst einmal eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln. Wer also einen nahen Verwandten mit der Krankheit Alzheimer hat, sollte daher während des Alterns (vor allem ab 65 Jahren) auf mögliche Symptome der Krankheit achten, um eine möglichst frühe Behandlung beginnen zu können. Tatsächlich ist es bis heute nur bei diesen Personen möglich, ein erhöhtes Risiko festzustellen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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