Akne behandeln: Was hilft gegen Pickel?
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Akne behandeln: Was hilft gegen Pickel?

Akne ist eine ernstzunehmende Hautkrankheit und sollte bei schweren Symptomen vom Hautarzt behandelt werden. Für die Akne-Behandlung stehen dem Hautarzt verschiedene Therapiemaßnahmen zur Verfügung. Das Ziel ist immer: die Poren zu öffnen, damit der Talg abfließen kann.

Akne behandeln: Was hilft gegen Pickel?

Die Symptome einer leichten Akne lassen sich oft mit rezeptfreien Hautpflegeprodukten aus der Apotheke und Drogerie lindern. Sie reinigen die Haut, lösen Verhornungen, wirken antibakteriell, sind fettfrei und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit. Bei schwereren Akne-Formen reichen diese Produkte aber nicht aus. Dann ist der Gang zum Hautarzt empfehlenswert.

Akne behandeln: Spezielle Waschgele und Cremes lassen den Talg abfließen

Für die Akne-Behandlung gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Häufig verschreibt der Arzt spezielle Reinigungsgele und Salben, die beispielsweise einen Säureanteil haben. Säure hilft, die Poren offen zu halten, sodass der Talg abfließen kann. Andere Waschgele und Cremes wirken gezielt gegen die Aknebakterien. Eine Feuchtigkeitspflege unterstützt die Haut zudem bei der Wundheilung, hält sie geschmeidig.

Welche Akne-Behandlung für die Haut geeignet ist und welche Produkte sich im jeweiligen Fall am besten ergänzen, entscheidet der Hautarzt. Zeigt die Akne-Therapie nicht den gewünschten Erfolg, können andere Produkte ausprobiert werden. Die Akne-Behandlung erfordert Geduld: Viele Patienten finden erst nach mehreren Behandlungsversuchen die Therapie, die ihnen hilft.

Schwere Akne behandeln: Medikamente gegen Akne

Bei schwerer Akne kann der Hautarzt Antibiotika verschreiben, um die schmerzhaften Entzündungen zu behandeln. Hier müssen Risiko und Nutzen aber abgewogen werden. Wichtig ist eine gute Beratung von Seiten des Dermatologen. Das gilt auch für die Einnahme talgflusshemmender Medikamente. Sie haben eine Reihe Nebenwirkungen und sollten nicht leichtfertig zur Anwendung kommen.

Viele Frauen nutzen zudem den Einfluss der Antibabypille auf das Hautbild. Die Einnahme der Hormone kann sich auf die Hautunreinheiten positiv auswirken. Aber auch hier sollten sich die Akne-Patientinnen ausführlich informieren. Die Pille kann ebenfalls viele Nebenwirkungen mit sich führen. Eine Einnahme nur aus Gründen eines verbesserten Hautbildes sollte gut überlegt sein.

Verhornungen entfernen mit Peelings

Bei Akne liegt zudem eine Verhornungsstörung vor. Um die Poren zu öffnen, kann der Hautarzt verschiedene Maßnahmen durchführen. Verhornungen können zum Beispiel äußerlich mit Schleifpartikeln entfernt oder mit Säurebehandlungen gelöst werden.

Lichttherapie bei Akne: Keine Erfolgsgarantie

Eine weitere Möglichkeit, Akne zu behandeln, ist die Phototherapie. Hierbei wird die Haut gezielt und unter ärztlicher Aufsicht mit UV-Licht bestrahlt. Aknebakterien sollen so bekämpft werden. Studien deuten darauf hin, dass die Phototherapie die Akne-Symptome lindern kann. Ebenfalls gibt es Hinweise darauf, dass Laser und Blitzlichtlampen eine entzündliche Akne kurzfristig bessern können. Studien zum längerfristigen Nutzen dieser Verfahren fehlen aber.  

Narben bei der Akne Behandlung vorbeugen

In besonders schweren Fällen von Akne besteht die Gefahr, dass Narben auf der Haut zurückbleiben. Dagegen kann der Hautarzt ein Vitamin-A-Präparat verschreiben, das in der Regel vier Monate lang kontinuierlich eingenommen werden muss. Die Behandlung ist hochwirksam, darf aber nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Zudem müssen das Sonnen und der Alkoholkonsum in dieser Zeit eingeschränkt werden.

Finger aus dem Gesicht: Pickel nicht selbst ausquetschen

Wer an Pickeln drückt und quetscht, läuft Gefahr, dass sich die Hautunreinheiten verschlimmern und Narben zurückbleiben. Das Ausreinigen der Haut überlässt man besser dem Hautarzt oder der Kosmetikerin. Sie kann die Poren reinigen, ohne dass Eiter in die tieferen Hautschichten dringt und die Entzündung verstärkt. Außerdem warnen Experten vor den gesundheitlichen Risiken: Vor allem Pickel oberhalb der Oberlippe sollten unberührt bleiben. Hier laufen eine Reihe Gefäße und Lymphbahnverbindungen entlang, die in den Gehirnbereich führen. Keime können dorthin verschleppt werden.

Gesichtsreinigung bei Akne: Weniger ist mehr

Der Mythos, Akne entstehe aufgrund einer schlechten Hygiene, hält sich hartnäckig. Belege hierfür gibt es nicht. Im Gegenteil: Oft verschlechtert häufiges Waschen das Hautbild. Zu viele Reinigungsprodukte reizen die Haut, trocknen sie aus und erschweren den Wiederaufbau des Säureschutzmantels. Aggressive Gesichtswasser fördern ebenfalls eine Austrocknung der Haut. In Folge kann die Verhornungsstörung verschlimmert werden und der Talg kann nicht mehr ausreichend abfließen.

Akne behandeln: Auf die Hautpflege kommt es an 

Sind Pflegeprodukte zu reichhaltig, können sie die Poren verstopfen. Auch Öle sind für die Pflege unreiner Haut eher ungeeignet. Der Hinweis „nicht komedogen“ auf Pflegeprodukten zeigt an, dass die verwendeten Inhaltsstoffe nicht Mitesser fördernd wirken.

Akne mit Ernährungsumstellung behandeln

Viele Betroffene berichten zudem von einer Verbesserung der Symptome nach einer Ernährungsumstellung. Hier gilt es, auszuprobieren, wie die Haut reagiert. Während manchen eine Umstellung auf eine vegane Ernährung mit dem Verzicht auf tierische Produkte hilft, schwören andere auf den Verzicht von Zucker und Alkohol. Die Datenlage hierzu ist nicht eindeutig. Es gilt: Ausprobieren und schauen, was der Haut guttut. Auf Zigaretten sollten Akne-Patienten verzichten: Das in Zigaretten enthaltene Nikotin fördert die Verstopfung der Poren.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel
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