3 Gesundheits-Buzzwords, die wir nicht mehr benutzen sollten
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3 Gesundheits-Buzzwords, die wir nicht mehr benutzen sollten

Kaum gibt es ein gesundheitliches Thema, das in den allgemeinen Fokus gerückt ist, schon wird dafür ein Modewort erfunden, und das lesen Sie dann überall. Diese Gesundheits-Buzzwords führen dazu, dass man diesem einen Thema eine viel umfassendere Bedeutung beimisst, als es hat – und dann wird es meist seltsam. Hier ist eine Liste der Wörter, die wir verbannen sollten.

1. Glutenfrei


Es gibt einen sehr kleinen Kreis von Menschen, für den eine glutenfreie Ernährung tatsächlich Sinn ergibt. Das sind die Leute, die wirklich an einer Glutenunverträglichkeit, also einer Zöliakie leiden. Aktuell ist das in Deutschland einer von 500 Menschen. Alle anderen können das Weizen-Klebeeiweiß problemlos vertragen und sollten es sogar zu sich nehmen, weil es schwierig ist, ohne Gluten eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu bewerkstelligen. Der Hype, Aufkleber mit “glutenfrei” auf Lebensmittel zu kleben, die nie Gluten enthalten haben, ist irreführend und verführt Menschen zu einem irrationalen Ernährungsverhalten.


3. Superfood


Es begann alles mit exotischen Beeren wie Goji- oder Acai-Beeren, die ein Vermögen kosteten und tief im Dschungel wuchsen – sie sollten unendlich viel gesünder sein als andere Lebensmittel, wahre “Superfoods” eben. Dem Hype stellen sich Ernährungswissenschaftler mittlerweile zum Glück entgegen, denn es gibt viele auch regionale Lebensmittel, die ebenfalls sehr gesund sind.


Das sind die sogenannten regionalen Superfoods – die immer schon gesund gewesen waren, aber jetzt zu wahren Superhelden unter den Lebensmitteln gehypt werden. Dabei ist die ganze Super-Betitelung Unsinn, denn auch Grünkohl & Co. können Sie nicht von allein gesund und fit zaubern. Es kommt nach wie vor auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung an. Daher darf auch dieses Gesundheits-Buzzword getrost wieder in der Versenkung verschwinden.


3. Burn-out


“Ich steh kurz vor dem Burn-out!”, sagt der gestresste Kollege, wenn er kurz vor knapp die Präsentation fertigmachen muss. Und dann kommt er am nächsten Montag nach einem erholsamen Wochenende fit und erholt zurück in die Firma. Von einem ernsten Burn-out keine Spur. Denn mit dem Begriff wird oft viel zu leichtfertig umgegangen. Das Burn-out-Syndrom ist eine ernste Krankheit, die Menschen wochen- oder sogar monatelang außer Gefecht setzen kann, keine Phrase, die eine stressige Arbeitswoche beschreibt. Wenn Ihr Kollege jedoch Anzeichen zeigt, dass er sich tatsächlich auf dem Weg zum Burn-out befindet, ist es wichtig, dass er sich rechtzeitig professionelle Hilfe holt – ein Psychotherapeut ist hier der richtige Ansprechpartner.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Gisèle Schneider
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