Die Wahl des richtigen Kindergartens für mein Kind

Kommt das Kind in den Kindergarten, ist das ein wichtiger Meilenstein für das Kind selbst –und für die Eltern. Im Kindergarten wird dem Kind viel mit auf den Weg gegeben, es bekommt dort wichtige Grundlagen für die Schule und das spätere Leben vermittelt. Umso wichtiger ist es daher, den richtigen Kindergarten auszuwählen, der den pädagogischen Vorstellungen der Eltern entspricht. Viele Eltern stellen sich daher zu Recht die Frage: Welcher Kindergarten ist der richtige für mein Kind?

Während es vielen Eltern vor allem darauf ankommt, dass die Gruppen klein sind und die Erzieher genügend Zeit haben, sich mit den Kindern zu beschäftigen, legen andere Eltern Wert auf eine religiöse Erziehung, auf einen Montessori-Kindergarten oder auf ein besonderes pädagogisches Konzept, damit das Kind optimal gefördert wird. Vor allem in den größeren Städten ist das Angebot an Kindergärten groß, was die Auswahl der richtigen Einrichtung erschwert. Anders sieht es in ländlichen Gebieten aus, wo Kindergärten und daher auch freie Plätze eher Mangelware sind.

Der richtige Kindergarten – passend für mein Kind

Sind Sie auf der Suche nach dem richtigen Kindergarten für Ihr Kind, sollten Sie sich vor der Anmeldung einige Fragen stellen:

  • Brauche ich für mein Kind einen Platz in einer Krippe, da es jünger als drei Jahre ist?
  • Was kann mein Kind besonders gut und was soll gefördert werden?
  • Hat mein Kind schon besondere Interessen, beispielsweise Basteln, Musik, Sport? Und wünsche ich dafür ein besonderes Angebot?
  • Braucht mein Kind aufgrund seiner geistigen oder körperlichen Entwicklung eine besondere Förderung?
  • Hat mein Kind bisher nur wenige soziale Kontakte? Kommt es mir besonders darauf an, dass es viele gleichaltrige Spielgefährten findet?
  • Benötige ich aufgrund meiner eigenen Arbeitszeit einen Kindergarten, in dem früh am Morgen und spät am Abend eine Betreuung gewährleistet ist?

Haben Sie diese Fragen beantwortet, können Sie sich auf die Suche nach einem Kindergarten machen. Sie sollten dabei gründlich vorgehen, denn viel zu schnell ist eine falsche Wahl getroffen. Es ist dann nicht mehr so einfach, einen besser geeigneten Kindergarten zu finden und zu wechseln, denn Sie als Eltern gehen mit dem Kindergarten einen Vertrag ein.

Weitere wichtige Auswahlkriterien für den Kindergarten

Trotz eines großen Angebots an Kindergärten ist das passende pädagogische Konzept für das Kind nicht immer leicht zu finden. Viele Kriterien spielen bei der Wahl des Kindergartens eine Rolle. Als Eltern sollten Sie weniger auf den Preis für die Betreuung als vielmehr auf Qualitätskriterien achten, beispielsweise:

  • Umfassende Betreuung durch die Erzieher
  • Kleine Gruppen, damit eine individuelle Betreuung gewährleistet ist
  • Förderung des sozialen Miteinanders und umfassende Integration
  • Berücksichtigung individueller Fähigkeiten und Förderung dieser
  • Berücksichtigung von individuellen Defiziten der Kinder und deren Ausgleich durch entsprechende Förderungen
  • Vorbereitung des Kindes auf die Schule
  • Förderung besonderer Werte, beispielsweise Hilfsbereitschaft, Fleiß, Sozialkompetenz

Betreuungsintensität und Gruppenkonstellation im Kindergarten - Der richtige Umgang für mein Kind

Die Gruppengröße ist in den Kindergärten sehr unterschiedlich, in der Regel betreut ein Erzieher acht bis 15 Kinder. Während die Gruppen in vielen Kindergärten aus Gleichaltrigen bestehen, setzen andere auf die Zusammensetzung der Gruppen aus Kindern unterschiedlichen Alters. Beides hat Vor- und Nachteile – das Alter der Kinder spielt dabei eine wichtige Rolle. Für Kinder, die Geschwister haben, sind Gruppen aus Gleichaltrigen sinnvoll. Jene, die keine Geschwister haben, sind in Gruppen mit Kindern unterschiedlichen Alters gut aufgehoben. In solchen können die Kleineren von den Größeren lernen, die Größeren können bereits üben, Verantwortung zu übernehmen. Ganz wichtig ist, dass das Kind in der Kita individuell gefördert wird und auf dessen Bedürfnisse eingegangen wird. Kinder, die nur über wenige soziale Kontakte verfügen, haben es oft schwer, sich im Kindergarten einzuleben. Ihr Kind sollte sich im Kindergarten eingewöhnen können. Bei Bedarf sollten Sie mit der Kindergartenleiterin eine Eingewöhnungszeit vereinbaren.

Welches ist das richtige pädagogische Konzept für mein Kind?

Viele Eltern wünschen sich für die Betreuung ihres Kindes ein besonderes pädagogisches Konzept. Sollen spezielle Werte vermittelt werden, ist eine religiöse Tagesstätte oder ein Montessori-Kindergarten geeignet. Auch Kinder von Eltern, die keiner Konfession angehören, haben die Chance, in einen religiösen Kindergarten aufgenommen zu werden. In den Montessori- oder Waldorf-Kindergärten werden den Schützlingen ähnliche Werte wie in religiösen Kindergärten vermittelt. Ein Kindergarten verfolgt oft ein besonderes pädagogisches Konzept. Während es in kirchlichen Kindergärten häufig auf eine eher autoritäre Erziehung mit einem streng organisierten Tagesablauf ankommt, wird in anderen Kindergärten ganz bewusst auf eine lockere Gestaltung mit nur wenigen Regeln gesetzt. Zeigt Ihr Kind besondere Interessen und Neigungen, da es beispielsweise gerne singt, malt oder Sport treibt, sollten Sie auf einen Kindergarten mit besonderen Themenschwerpunkten achten, in dem die entsprechenden Fähigkeiten und Interessen Ihres Kindes gefördert werden.

Die Wahl des richtigen Kindergartens sollte sorgfältig vorgenommen werden

Sind Sie auf der Suche nach dem richtigen Kindergarten, sollten Sie sich mit Nachbarn, Freunden oder Kollegen austauschen, deren Kinder bereits in eine Tagesstätte gehen. Auch der Kinderarzt kann oft einen guten Kindergarten empfehlen, ebenso hilfreich können Foren oder Bewertungen im Internet sein. Wichtig ist, dass Sie sich selbst ein Bild machen und sich mehrere Kindergärten anschauen. Vereinbaren Sie einen Termin mit der Leiterin und nehmen Sie Ihr Kind mit. Fühlt sich Ihr Kind dort gleich von Beginn an wohl, ist das bereits ein gutes Zeichen. Sie sollten bei diesem Termin viele Fragen stellen, beispielsweise:

  • Welches Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten besteht – gibt es beispielsweise Sportgeräte?
  • Wie ist die Versorgung mit Lebensmitteln geregelt, wird dort auf besondere Ernährungsgewohnheiten der Kinder geachtet?
  • Bestehen Rückzugsmöglichkeiten, beispielsweise ein Ruheraum?
  • Inwiefern werden die Eltern in Abläufe integriert?

Detaillierte Auskunft durch die Kindergartenleiterin - Keine Scheu vor Fragen!

Eine gute, aufmerksame Kindergartenleiterin wird gern all Ihre Fragen beantworten. Lassen Sie sich die Räumlichkeiten sowie die Außenanlage zeigen und achten Sie dabei auf Gestaltung und Sauberkeit. Die Kindergartenleiterin wird, wenn sie Interesse hat und Wert auf Qualität legt, ebenfalls viele Fragen stellen. Sie wird nach dem Tagesablauf ihres Kindes, nach sozialen Kontakten, nach besonderen Gewohnheiten, Interessen und Fähigkeiten fragen. Viele Eltern, aber auch die Kindergärten selbst, legen Wert auf die Integration der Eltern. Fragen Sie daher danach, ob Ausflüge oder Kinderfeste veranstaltet werden, bei denen die Beteiligung der Eltern erwünscht ist. Häufig werden Eltern auch bei Reparatur- und Umbaumaßnahmen integriert. Ein paar Besorgungen in Bastelläden oder ein Gang in den Baumarkt stört die wenigsten Eltern. Sie übernehmen solche Arbeiten zumeist gerne, da sie sich ein Bild vom Kindergarten und von der Betreuung ihres Kindes machen können.

Kindergartenkosten - gut muss nicht immer teuer sein

Die Preise für Kindergartenplätze variieren oft stark. Für Eltern mit einem geringen finanziellen Budget kommt es auf einen bezahlbaren Kindergartenplatz an. Nicht immer müssen Sie dabei Abstriche bei der Qualität machen. Entspricht ein Kindergarten Ihren Vorstellungen, doch erscheint er Ihnen teuer, sollten Sie prüfen, ob Sie Anspruch auf eine Förderung haben.

Checkliste Kindergartenplatz