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Kampfsport: Ist es dasselbe wie Kampfkunst?

Was versteht man unter Kampfsport?

Im deutschsprachigen Raum werden unter dem Begriff Kampfsport viele unterschiedliche Kampfstile zusammengefasst. Allen gemeinsam ist, dass beim Kampfsport keine Schusswaffen zum Einsatz kommen. Der Einsatz anderer Waffen, wie beispielsweise Stöcken, ist bei manchen Kampfsportarten dagegen erlaubt. Oft werden unter dem Begriff Kampfsport lediglich asiatische Kampfsportarten wie Kung Fu oder Taekwondo zusammengefasst. Allerdings kann auch eine Vielzahl einheimischer Sportarten diesem Oberbegriff zugeordnet werden. Boxen und Ringen gehören ebenso dazu wie Karate oder Judo. In der Türkei ist außerdem das so genannte "Ölringen" als Kampfsportart bekannt, in der Schweiz das "Schwingen", eine regionale Variante des Ringens.Während Laien den Begriff Kampfsport meist als Oberbegriff verwenden, unterscheiden Experten zusätzlich zwischen Kampfsport und Kampfkunst. Nach dieser Definition steht beim Kampfsport tatsächlich der sportliche Wettkampf im Vordergrund, der unterliegt und meist als Zweikampf ausgelegt ist. Bekannt sind beispielsweise die sogenannten Formwettkämpfe, bei denen die Sportler
einstudierte Bewegungsabläufe zeigen, die dann nach verschiedenen Kriterien bewertet werden. Dazu gehören unter anderem die Genauigkeit der Bewegungsabläufe und der Ausdruck. Die Kampfkunst dagegen befasst sich vorrangig mit der Selbstverteidigung und damit dem Verhalten in realen Konflikt- oder Gefahrensituationen. Anders als beim Kampfsport gehören bei der Kampfkunst Waffen deutlich häufiger zum Repertoire. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Kampfkunst speziell im asiatischen Raum einen philosophischen oder religiösen Unterbau hat. Die Kampftechnik wird daher bei der Kampfkunst lediglich als Mittel zum Zweck angesehen, nicht jedoch als Selbstzweck. Auch bei den Kampfkünsten gibt es Wettbewerbe, die in der Regel aber nicht als Zweikämpfe, sondern als reine Formwettkämpfe angelegt sind.Trotz dieser Unterschiede ist die Trennlinie zwischen Kampfkunst und Kampfsport in vielen Fällen nicht scharf zu ziehen. So erlauben beispielsweise viele Kampfkünste mittlerweile auch den sportlichen Zweikampf, bei dem der Wettbewerb und nicht mehr die Selbstverteidigung im Vordergrund steht.
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