Was
Wo
Umkreissuche (ab Zentrum):
0
km

Das Erbrecht

Das Erbrecht umfasst die Gesetzliche Erbfolge und Pflichtteilsrecht

Das deutsche Erbrecht ist Teil des Bürgerlichen Rechts und im deutschen BGB geregelt. Eine ausdrückliche Garantie des Erbrechts findet sich in Artikel 14 des Grundgesetzes. Das Erbrecht stellt einen wichtigen Teil des Zivilrechts dar: Allein von 2000 bis 2010 wurden Vermögenswerte in der Höhe von 2,5 Billionen Euro deutschlandweit vererbt. Grundsätzlich greift im Erbrecht die gesetzliche Erbfolge, wenn kein Testament oder kein Erbvertrag errichtet wurde bzw. diese nicht wirksam sind. Selbst wenn ein Testament aufgesetzt wurde, spielt die gesetzliche Erbfolge teilweise eine Rolle: Denn bestimmten Personen, die der Erblasser hinterlässt, steht im Erbrecht ein sogenannter Pflichtteil zu, dies bedeutet, dass diese einen bestimmten, gesetzlich vorgeschriebenen Anteil am Erbe bekommen. Dies sind nahe Verwandte und der Ehegatte. Diese Personen erben also, auch wenn sie testamentarisch nicht bedacht wurden. Verwandte der ersten Ordnung, also Abkömmlinge (Kinder) oder Verwandte der zweiten Ordnung (Eltern des Verstorbenen und deren Kinder, also Geschwister des Erblassers) können nach der gesetzlichen Erbfolge oder im Pflichtteilsrecht zum Zug kommen. Es ist übrigens so, dass Abkömmlinge, wenn diese vorhanden sind, Verwandte der anderen Ordnungen, also z. B. vorhandene Eltern oder Geschwister des Toten, von der gesetzlichen Erbfolge bzw. vom
Pflichtteilsrecht ausschließen. Das Erbrecht sieht bei der gesetzlichen Erbfolge vor, dass Kinder des Verstorbenen, wenn diese vorhanden sind, als Erben, und zwar zu gleichen Teilen berücksichtigt werden. Beim Pflichtteilsrecht bekommen die Kinder oder eine andere Ordnung insgesamt 50 Prozent des Nachlasses. Vorhandene Enkelkinder treten in die Rechte eines etwa vorverstorbenen Kindes zu gleichen Teilen ein, sie erben insgesamt soviel, wie das Kind des Verstorbenen geerbt hätte.Besteht zum Todeszeitpunkt des Erblassers eine aufrechte Ehe mit dem Erblasser, erbt der Ehepartner z. B. neben den Kindern. Die Höhe des Erbteils des Ehegatten richtet sich nach dem Güterstand, in welchem die Eheleute zum Todeszeitpunkt des Verstorbenen lebten. Zu den letztwilligen Verfügungen: Beim sogenannten Vermächtnis entsteht nur ein schuldrechtlicher Anspruch des Berechtigten gegen den Testamentserben. Das Testament stellt im Erbrecht eine einseitige, vom Erblasser zu seiner Lebenszeit jederzeit widerrufbare Verfügung über dessen Vermögen dar. Beim eigenhändigen Testament muss die Anordnung vom Erblasser selbst geschrieben und unterschrieben werden, eine Testamentserrichtung beim Notar ist jedoch auch möglich. Ein Sonderfall des Testaments ist das Berliner Testament: Hierbei setzen sich Ehegatten gegenseitig als Alleinerben ihres Vermögens ein.
Weiterlesen

1 Buchung über externe Partner