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Das Arbeitsrecht

Individualarbeitsrecht und kollektives Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht regelt das Rechtsverhältnis zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber. Es ist ein Schutzrecht des Arbeitnehmers, welches soziale Gerechtigkeit herstellen soll. Im Arbeitsrecht wird differenziert zwischen dem "Individualarbeitsrecht" und dem "kollektiven Arbeitsrecht", welches noch einmal in die Bereiche "Tarifvertragsrecht", "Arbeitskampfrecht", und "Betriebsverfassungsrecht" unterteilt wird.Das Individualarbeitsrecht hat sein Hauptaugenmerk auf den einzelnen Arbeitnehmer gerichtet. Schon bei einem Vorstellungsgespräch des potenziellen Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber wird dieser durch das gesetzlich in der Form geschützt, dass der Arbeitgeber seinen Bewerber nicht mit unzulässigen Fragen, wie z. B. die Frage nach der Schwangerschaft oder Gewerkschaftszugehörigkeit befragen darf. Im Gegenzug darf der Bewerber auf zulässige Fragen, die mit der Tätigkeit unmittelbar zusammenhängen, nicht unwahrheitsgemäß antworten. Ansonsten hat der Arbeitgeber das Recht das Arbeitsverhältnis wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Des Weiteren gewährt das Arbeitsrecht dem Arbeitnehmer im Krankheitsfall und in der Urlaubszeit einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Wird im Betrieb ein Gegenstand durch den Arbeitnehmer beschädigt, so muss er nur für den Schaden aufkommen, wenn
er dies grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat. Bei einem Schadensfall gewährt das Arbeitsrecht dem Arbeitnehmer für Sachbeschädigungen durch leichte Fahrlässigkeit eine Haftungsprivilegierung. Demnach trägt der Arbeitgeber den Schaden, welcher durch den Arbeitnehmer verursacht wurde, komplett. Wird das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber beendet, so schützt das Arbeitsrecht den Arbeitnehmer vor einer "sozial ungerechtfertigten" Kündigung.Das kollektive Arbeitsrecht schützt die Arbeitnehmer in der Mehrzahl. Viele Arbeitnehmer werden nach einem Tarifvertrag bezahlt. Es ist dafür nicht zwingend erforderlich einer Gewerkschaft anzuhören, da auch für Nichtgewerkschaftsmitglieder der Tarifvertrag gelten kann. Es empfiehlt sich jedoch für den Arbeitnehmer einer Gewerkschaft beizutreten, um Druck auf den Arbeitgeber bezüglich der Aushandlung eines neuen Tarifvertrages zu maximieren. Endet ein Tarifvertrag nach seiner Laufzeit, so kann durch einen Arbeitskampf, in dem die Arbeitnehmer ihre Arbeit niederlegen, der Arbeitgeber zur Aufnahme neuer Tarifvertragsverhandlungen veranlasst werden. Der Betriebsrat, welcher in einem Betrieb gebildet werden kann, hat sich jedoch während des Arbeitskampfes neutral zu verhalten und darf von seinen Mitbestimmungsrechten nicht Gebrauch machen.
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