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Apparatebau - eine kulturelle Errungenschaft

Was wäre unsere Welt ohne Geräte, Maschinen, Apparate? Was wäre, wenn es keine Menschen gäbe, die Apparatebau betrieben?

Bereits in der Antike beschäftigten sich Menschen damit, ihr Wissen über die Natur zum Bau von Geräten anzuwenden. Heron von Alexandria darf zu Recht als der erste Mensch bezeichnet werden, der Apparatebau betrieb. Im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende baute er den Heronsball, eine wassergefüllte Kugel mit Düsen. Wurde das Wasser durch ein Feuer erhitzt, trat der entstehende Dampf aus den Düsen aus und die Kugel drehte sich: Der erste Motor der Menschheit. Zur Römerzeit kamen wasserbetriebene Kornmühlen auf. Mehl musste nicht länger mühsam mit einem Mahlstein von Hand gerieben werden, sondern wurde feiner gemahlen und frei von Spelzen geliefert. Die Menschen konnten mehr und schneller Brot backen. Der Apparatebau hatte das Leben erleichtert. Mit jedem neuen Gerät, das der Mensch erfand, wuchsen sein Wissen und seine Fertigkeiten. Die Apparate wurden komplexer. In der Alchemie fand der Apparatebau einen ersten Höhepunkt. Eine alchemistische Werkstatt stand voll mit Apparaten: Destillen, Röst- und Schmelzöfen. Der Alchemist versuchte mit seinen Geräten die Natur zu überlisten, er wollte aus Dreck Gold machen, brachte es aber nur bis zum weißen Gold, dem Porzellan. Aus der Alchemie wurde die wissenschaftliche Chemie, die neue Apparate brauchte, um Dünger herzustellen. Der Apparatebau wurde Ingenieursache. Heute ist es so, dass die sieben Milliarden Menschen auf unserer Welt ohne die Hilfe der Apparate gar nicht mehr ernährt werden könnten.
Apparatebau ist heute in fast jeder größeren Stadt zu finden. Dort konstruieren Ingenieure alle Apparate, die gefordert werden. Modernste Computersimulationen prüfen, ob alle Vorgaben eingehalten werden und der Apparat auch den Ansprüchen genügt. Haben Sie in letzter Zeit ein Medikament genommen? Sie können sicher sein, dass bei Herstellung Ihrer Arznei der Apparatebau Hilfestellung geleistet hat. Sie waren heute schon tanken? Das Benzin dazu wird in Apparaten destilliert, Raffinerien. Ihr Frühstückskaffee? Geröstet in einem Gerät, dass der Apparatebau hervorgebracht hat. Der Apparatebau hat Ihre Welt angenehmer gemacht. Wenn jetzt Ihre Neugier geweckt ist, dann besuchen Sie doch mal das Deutsche Museum in München. Dort finden Sie viele Apparate, und fast immer mit einer Erklärung, wie sie funktionieren.
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