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Antennenanlagen: Technische Einrichtungen zum Senden und Empfangen

Mit Antennenanlagen können elektromagnetische Wellen in diversen Kontexten und in verschiedenen Frequenzbereichen empfangen und auch distribuiert werden.

Die ersten Versuche im Bereich der Antennentechnik fanden Ende des 19. Jahrhunderts statt, und wurden von Physikern wie Heinrich Hertz und Nikola Tesla durchgeführt. Ihr Ziel war es, mit Antennenanlagen elektromagnetische Wellen gezielt zu übertragen und mit anderen Antennen empfangen zu können. Wichtigstes Element einer Antennenanlage ist dabei immer ein sogenannter Dipol. Dieser fungiert als Feldquelle und ist meist als Stab oder Schleife geformt, von wo aus die elektromagnetischen Felder erzeugt werden. Darüber hinaus spielen bei dem Betrieb von Antennenanlagen die Antennenparameter eine enorm wichtige Rolle. Bei diesen Parametern handelt es sich um diverse Einstellungen, die darüber entscheiden, ob eine Antenne bestimmte Signale empfangen kann oder nicht. Ausschlaggebende Parameter sind unter anderem die Polarisation (unterschieden wird zwischen vertikal und horizontal verlaufenden elektrischen Feldern), der Öffnungswinkel, die Bandbreite und die Wirkfläche. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Umstand, ob die Wellen innerhalb des Nah- oder Fernbereiches übertragen werden sollen. Die Reichweiten variieren von wenigen hundert bis zu Übertragungsstrecken von mehreren tausend Kilometern. Antennenanlagen kommen in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz, um Signale per Funktechnik übertragen zu können. In Abhängigkeit davon sind je nach Einsatzgebiet bestimmte Antennenbauformen im Gebrauch.
Ein Radiosender greift beispielsweise meist auf Antennenanlagen zurück, die auf große und robuste Stationsantennen setzen. Die enorme Höhe garantiert, dass die Signale konstant und über einen großen Raum übertragen werden können. Auf Schiffen und in Flugzeugen werden meist mobile Antennenanlagen verwendet. Manchmal sind Antennenanlagen auch explizit so angelegt, dass sie als eigentliche Antennen kaum noch erkennbar sind: Im weiteren Sinne verfügt heutzutage jedes Smartphone und jedes Tablet über eine eigene Antennenanlage im Inneren des Gerätes. Zudem spielen Antennenanlagen im Bereich der Fernseh-Empfangstechnik eine dominante Rolle. Unterschieden wird hier zwischen Antennenanlagen für den Empfang von digitalen Satellitensignalen (beispielsweise vom ASTRA-Satelliten) und für den Empfang von terrestrischen Signalen, dem sogenannten DVB-T (Digital Video Broadcast Terrestrial). Je nach Technik müssen die Antennenanlagen über Antennenelemente mit spezifischer Ausrichtung und einer bestimmten Mindestgröße verfügen, um einen zufriedenstellenden Empfang zu gewährleisten.
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