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Was wird unter Anlageberatung verstanden?

Anlageberatung bedeutet, das Vermögen des Kunden zu optimieren und sinnvoll anzulegen.

Der Begriff Anlageberatung umfasst die Beratung für Investitionen in z. B. Aktien oder Immobilien. Der Anlageberater berät dabei lediglich, trifft aber keine Entscheidung. Die Entscheidung über die Anlage trifft der Kunde. Anlageberatung bieten heutzutage Banken und freie Finanzvertriebe an. Gesetzlich ist die Anlageberatung in Deutschland im Kreditwesengesetz (KWG) und in der Gewerbeordnung (GewO) geregelt. Der Wortlaut des Gesetztes des § 1 I a Satz 2 KWG sagt, dass persönliche Empfehlungen an einen Kunden oder an dessen Vertreter, wenn es sich um Finanzgeschäfte handelt, die Zugrundelegung der persönlichen finanziellen Umstände des Anlegers bedarf. Viele freie Anlageberater machen jedoch von einer in § 2 VI Nr.6 KWG geregelten Ausnahme Gebrauch. Nach dieser Ausnahme darf die Anlageberatung erbracht werden, wenn sie sich auf die Investmentfonds beschränkt. Zweck dieser Ausnahme ist es, dass es sich bei Investmentfonds um strenge Produkte handelt, sodass eine Regulierung der Beratung entfallen kann. Die Anlageberatung ist abhängig von dem jeweiligen Leistungsumfang. Dieser kann je nach Bedarf stark variieren. Diesbezüglich
natürlich auch die Kosten, die mit der Anlageberatung verbunden sind. Ein Kundengespräch, welches Banken und auch freie Finanzdienstleister anbieten, ist in der Regel kostenlos. Ein Honorar für den Anlageberater wird erst fällig, wenn seitens des Kunden ein Finanzprodukt gekauft werden sollte. In Deutschland dürfen Banken für eine Anlageberatung beim Kunden nur geschulte und kompetente Mitarbeiter einsetzen. Wer als Anlageberater tätig sein darf, ist im Beraterregister in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht registriert. Diese Bedingung gilt nicht für Mitarbeiter von freien Finanzvertrieben. Zu jeder Anlageberatung muss seit 2009, aufgrund eines neuen Gesetzes, zusätzlich ein Protokoll geführt werden. Dies soll den Verbraucher (Kunden) vor Falschberatungen schützen und soll dem Beweis im Prozess dienen. Das Gesetz wurde im Jahre 2009 vom Deutschen Bundestag beschlossen und trat Anfang 2010 in Kraft. Des Weiteren ist gesetzlich noch geregelt, welche Besonderheiten bei der Anlageberatung zu beachten sind und ob der Kunde auch bei telefonischer Anlageberatung ein Rücktrittsrecht hat.
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Anlageberatung in Deutschland: