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Altlastensanierung in der Bundesrepublik Deutschland

Altlastensanierung als aktiver Umwelt- und Gesundheitsschutz

Als Altlast bezeichnet man umgangssprachlich diejenige gesundheits- und umweltschädliche Veränderung des Bodens oder des Grundwassers, die durch frühere menschliche Aktivitäten verursacht worden ist und bei der die durch Rechtsnormen geschützte Mindestqualität eines abgrenzbaren Teils der Erdoberfläche nicht mehr gegeben ist. In der Bundesrepublik Deutschland definiert das Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG), was als Altlast eingestuft ist. Als Altlast gelten stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie alle Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden. Darüber hinaus zählen zu den Altlasten alle sonstigen Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist. Die Einstufung als Altlast setzt voraus, dass die Kontamination durch Schadstoffe durch eine Boden- und/oder Grundwasseruntersuchung eindeutig nachgewiesen worden ist. Die Einstufung einer Fläche als Altlast oder altlastenverdächtig trifft in der Bundesrepublik Deutschland die zuständige Behörde nach Ausübung des pflichtmäßigen Ermessens. In aller Regel sind das die Landratsämter als untere Naturschutzbehörde. Hat die Boden- oder Gewässeruntersuchung einer verdächtigen Fläche ergeben, dass sie ein Gefährdungspotenzial birgt, dann ist die öffentliche Sicherheit gestört mit der Folge, dass Maßnahmen zur Altlastensanierung einzuleiten sind. Damit soll erreicht werden, dass ein rechtskonformer Zustand hergestellt wird.

Als Altlastensanierung gelten alle administrativen und technischen Maßnahmen, die geeignet sind, einen Zustand wiederherzustellen, der den gesetzlich definierten Umweltqualitätsnormen entspricht bzw. die umwelt- oder gesundheitsschädlichen Zustände heilt. Zu diesen Maßnahmen der Altlastensanierung sind zunächst Verwaltungsmaßnahmen, wie die Umnutzung einer Fläche auf eine weniger umweltschädliche Nutzung oder Sicherungsmaßnahmen, wie der Einbau einer bautechnischen Sperre gegen Auswirkung der Schadstoffe zu rechnen. Darüber hinaus zählen zur Altlastensanierung der Ausbau und die Umlagerung des schadstoffhaltigen Materials an einen anderen Ort - die Dekontamination, bei der die Schadstoffe technisch entfernt werden. Schließlich zählt dazu auch die Sanierung der Flächen, bei der die natürlichen Selbstreinigungskräfte zum natürlichen Rückhalt oder Abbau der Schadstoffe genutzt werden sollen. Die Altlastensanierung stößt aus naturwissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Gründen relativ schnell an Grenzen. In der Regel kann der Begriff der Altlastensanierung nicht mit einer völligen und unbegrenzt wirksamen Gesundung oder Genesung der Umwelt gleichgesetzt werden.
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