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Abriss heißt nicht immer Zerstörung

Sanfte Abbruchgeräte für einen Abriss von Teilen eines Gebäudes

Der Abriss von Gebäuden oder Bauwerken sieht für einen Außenstehenden immer nach purer Zerstörung aus, doch was im Vorfeld alles beachtet werden muss, das weiß nur ein Fachmann. Die Voraussetzung für einen Abriss ist eine Abbruchgenehmigung. Für diese Genehmigung muss ein detaillierter Plan vom Abriss eingereicht werden, in dem das Vorgehen bis ins kleinste Detail geschildert wird. Auch für einen Teilabriss kann eine solche Genehmigung eingefordert werden, wenn es sich bei dem Abriss um relevante Teile wie zum Beispiel tragende Bauteile oder brandschutzrelevante Bauteile handelt. Bei einem Abbruch, der sich nur auf einen Teil des Gebäudes bezieht, werden nach dem Abriss meist Veränderungen in der Form und der Qualität der Bausubstanz vorgenommen. Betrifft der Abriss das ganze Gebäude auf einer Fläche, geschieht dies meist, um Platz für neue Bauwerke zu schaffen, die den heutigen Standards und Sicherheitsvorschriften gerecht werden.
Die Sicherheit bei einem Abriss hat oberste Priorität. Es muss sichergestellt werden, dass ein unbefugtes Betreten der Baustelle nicht mehr möglich ist. Eine Sprengung oder ein Abriss mit großen Geräten darf erst dann erfolgen, wenn eine schriftliche Abbruchanordnung des Abbruchunternehmens auf der Baustelle vorliegt. Solche großen Vorhaben werden in den meisten Fällen durch einen Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontechnik durchgeführt. Lärm- und Staubentwicklung bei sehr großen Projekten können sich oft über Monate hinweg ziehen. Ein sehr berühmtes Beispiel ist der zweijährige Abriss des Palasts der Republik in Berlin. Es hört sich sehr einfach an, ein Gebäude dem Erdboden gleichzumachen, tatsächlich war es aber sehr lange ein Problem zum Beispiel Kernkraftwerke abreißen zu lassen.

Bei der Planung und beim Bau solcher Anlagen wurde der Rückbau und die damit verbundenen Kosten nach der endgültigen Abschaltung nicht bedacht.

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