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Abbruch - Platz fürs Neue schaffen

Mit Abrissbirne oder Dynamit ist der Abbruch schnell erreicht

Der Abbruch gehört zum Alltagsgeschäft in der Bauindustrie - heute wie damals. Im Allgemeinen beschreibt der Vorgang das vollständige oder auch teilweise Zerstören von Gebäuden und Bauwerken. Dem Neuen muss Platz geschaffen werden. Das Alte muss weichen. In der Antike und im Mittelalter wurden schweißtreibende Methoden genutzt, um den Abriss von Bauwerken zu ermöglichen. Hammer, Spitzhacke und menschliche Muskelkraft waren die (notgedrungen) bevorzugte Methode. Doch auch das Legen von Feuern oder das Anlegen von Tauen, halfen bei der Zerstörung nicht länger gewünschter Gebäude. Über die Jahrhunderte haben sich jedoch kräfteschonendere Methoden und Techniken zum Abbruch von Bauwerken entwickelt. Je nach Art des Abbruchprojekts kommen Methoden wie das Abgreifen, Einschlagen, Eindrücken, Einziehen, Spalten, Demontieren, Sprengen, Bohren, Sägen oder Fräsen zum Einsatz. Die gängigste und effektivste Methode ist jedoch das kontrollierte Sprengen. Grund für einen Abbruch ist häufig die Errichtung eines neuen Bauwerkes auf der frei werdenden Fläche. Bei Teilabbrüchen stehen vornehmlich An- und Umbauten im Vordergrund. Ziel ist hier eine Veränderung in Form und auch Qualität der Bausubstanz. Das wohl bekannteste Abbruchprojekt der Neuzeit ist der Abbruch des Palasts der Republik in Berlin. Der Abbruch dauerte von 2006 bis 2008 - ganze zwei Jahre.

Abbrucharbeiten liegen im Verantwortungsbereich der Städte und Kommunen. Um einen Abbruch zu bewilligen ist eine Genehmigung erforderlich, die präzise festlegt wie das Abbruchverfahren abzulaufen hat. Soll ein Abbruch durchgeführt werden, bedarf es schriftlicher Anweisungen eines für diesen Abbruch speziell beauftragten Abbruchunternehmens. Dafür existiert eine spezielle Berufsgruppe der 'Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik'. Um Sicherheits- und Gesundheitsstandards einzuhalten, wird die Behörde zur Sicherheits- und Gesundheitskoordination beauftragt. Bei Sprengungen, die als planmäßiger Rückbau stattfinden, findet heutzutage eine weitgehende Materialtrennung statt, so soll der Bauschutt recycelt und die Baumischabfälle kostenintensiv entsorgt werden.
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