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Osnabrück Quick Guide
Osnabrück ist mit ca. 163.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Niedersachsen und liegt am Ufer der Hase und an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Die Stadt ist eine Bischofs- und Universitätsstadt und wurde vor über 1.200 Jahren von Karl dem Großen gegründet. In historischer Sicht ist Osnabrück bedeutend, da hier 1648 mit dem Westfälischen Frieden der 30-jährige Krieg beendet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs flogen die Alliierten fast 80 Luftangriffe und zerstörten dabei über 90% der Altstadt. Durch den Wiederaufbau nach Kriegsende konnten jedoch viele bedeutende Bauwerke rekonstruiert werden, so dass es auch heutzutage viele historische Bauten zu besichtigen gibt. Auch aus kulinarischer Sicht hat die Region einiges zu bieten, Spezialitäten sind beispielsweise der Grünkohl, das Wurstebrot oder der Pumpernickel. Zu den berühmten Söhnen der Stadt gehört der Schriftsteller Erich-Maria Remarque, dessen größter Erfolg "Im Westen nicht Neues" war.
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Kultur und Freizeit in Osnabrück
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Das 1512 im spätgotischen Stil erbaute Rathaus ist das berühmteste Bauwerk der Stadt und für Deutschland von immenser historischer Bedeutung. Hier wurde der Westfälische Frieden ausgehandelt, woran zahlreiche Gemälde erinnern. Außerdem findet sich im Wahrzeichen der Stadt auch eine Kopie der Friedensurkunde von 1648. Ein weiteres historisches Bauwerk ist das Osnabrücker Schloss, vormals Residenz des Fürstbischofs von Braunschweig, heute Sitz der Universität. Die wichtigsten Sakralbauten sind zum einen der Dom St. Peter, der im romantischen Stil erbaut wurde. Zum anderen die Kirche St. Marien, die zusammen mit dem Rathaus und der Stadtwaage das Bild am Marktplatz prägt. Wer die 190 Stufen des knapp 80 Meter hohen Kirchenturms besteigt, wird mit einem eindrucksvollen Blick über Osnabrück belohnt.
Museen und Theater
Auch für Museumsgänger hat Osnabrück einiges zu bieten. Zum Beispiel das Erich Maria Remarque-Friedenscenter im Herzen der Altstadt. Das bestimmende Thema der Ausstellung ist "Krieg und Literatur". In der Lotter Straße befinden sich das Felix-Nussbaum-Haus und das Stadtgeschichtliche Museum, die räumlich miteinander verbunden sind. Während sich das erste Museum mit dem Wirken und Schaffen des in Auschwitz gestorbenen Künstlers beschäftigt, wirft das zweite Museum einen detaillierten Blick auf die Geschichte der Stadt Osnabrück. Weitere Anlaufpunkte sind das Museum für Industriekultur sowie die prall gefüllte Domschatzkammer mit ihren kostbaren liturgischen Geräten und Reliquien aus Gold, Silber, Elfenbein und Bergkristall.
Nachtleben
Das künstlerische Spektrum des Theaters Osnabrück umfasst Oper, Operette, Musical, Tanz, Schauspiel, Konzerte sowie Kinder- und Jugendtheater. Das Programm wird an zwei Spielstätten präsentiert: Einerseits im großen Jugendstil-Theater am Domhof, andererseits im kleineren emma-Theater in der Lotter Straße. Ein anderes Theater ist die probebühne mit Sitz in der altehrwürdigen ehemaligen Komtureikirche an der Wiesenstraße. Das Amateurtheater präsentiert seinen Gästen vornehmlich gesellschaftskritische Stücke von Schriftstellern, die während des Dritten Reiches in Deutschland verboten waren. Aber auch selten aufgeführte Theaterstücke bekannter Dramatiker oder Bühnenstücke von Gegenwartsautoren finden im Repertoire der probebühne ihren Platz. Die Alte Fuhrhalterei ist eine der wenigen festen Spielstätten für das Figurentheater bzw. Puppenspiel in Deutschland und verzückt Kinder und Erwachsene. Das alte Fachwerkhaus trägt dabei zur besonderen Atmosphäre der Vorstellungen bei.