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Oldenburg Quick Guide
Oldenburg, die "Stadt der Wissenschaft" (2009), hat über 160.000 Einwohner und ist somit die viertgrößte Stadt des Bundeslandes Niedersachsen. Die Universitätsstadt gehört zur Metropolregion Bremen/Oldenburg und liegt größtenteils am Ufer der Hunte. Archäologen gehen von einer städtischen Besiedlung aus, die bereits im 7. Oder 8. Jahrhundert n. Chr. begann. Urkundlich erwähnt wird Oldenburg dann im Jahre 1108. Glücklicherweise blieb Oldenburg im Zweiten Weltkrieg von größeren Luftangriffen verschont, so dass "nur" 1,4% der Stadt zerstört wurden. Anders als in anderen deutschen Großstädten mussten viele historische Bauwerke nicht rekonstruiert werden. Der ursprüngliche Charme blieb erhalten, wovon Touristen heutzutage profitieren. Mit über 20.000 Studierenden gehört Oldenburg zu den wichtigsten Bildungzentren Niedersachsens. Die hohe "Studentenquote" prägt die Stadt und sorgt für ein innovatives und aktives Kultur- und Nachtleben. Ehrenbürger der Stadt sind u.a. der Philosoph, Schriftsteller und Psychiater Prof. Dr. Karl Jaspers sowie der Zeichner und Grafiker Horst Janssen.
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Kultur und Freizeit in Oldenburg
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Das Schloss Oldenburg ist die ehemalige Residenz der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Oldenburg. Das Barock-Schloss war bis zur Novemberrevolution 1918 Sitz der Monarchen und wurde fünf Jahre später das Domizil des Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Pulverturm, das letzte noch erhaltene Bauwerk der ehemaligen Stadtbefestigung. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist der Lappan, der Glockenturm des Heilig-Geist-Spitals, erbaut 1467. Es gibt noch zahlreiche weitere attraktive Bauwerke in Oldenburg, die es zu besichtigen lohnt, darunter das schöne Degodehaus (in Privatbesitz) sowie einige Sakralbauten, z.B. die Gertrudenkapelle und die Lambertikirche.
Museen und Theater
Auch für Museumsgänger ist Oldenburg eine gute Adresse. Das Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte und die dazugehörigen Museen Augusteum und Prinzenpalais widmen sich u.a. der (regionalen) Kulturgeschichte, Kunstwerken alter Meister aus dem 16. - 18. Jahrhundert sowie der impressionistischen und expressionistischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein weiteres interessantes Museum ist das Landesmuseum für Natur und Mensch, das bereits über 170 Jahre alt ist. Thematische Schwerpunkte sind hier Archäologie sowie Natur- und Völkerkunde. Das Stadtmuseum bringt Licht in die Geschichte Oldenburgs, während die Werke des Zeichners und Grafikers Horst Janssen im nach ihm benannten Museum ausgestellt werden.
Nachtleben
Das Oldenburgische Staatstheater ist das älteste Theaterhaus der Stadt und wurde zunächst 1833 als Holzkonstruktion erbaut, bevor an gleicher Stelle knapp 50 Jahre später ein Bauwerk im Renaissancestil entstand. Hier begann übrigens auch die Karriere der Tatort-Kommissarin "Lena Odenthal" alias Ulrike Folkerts. Zum Staatstheater gehört eine weitere Bühne, die alle Stücke auf plattdeutsch präsentiert und so das Niederdeutsche weiter trägt, die August-Hinrichs-Bühne. Zu den weiteren Theatern zählen u.a. das Laboratorium, das sich dem zeitgenössischen Figurentheater widmet, sowie die Kulturetage. Hier werden verschiedene Kunstformen präsentiert - Kleinkunst, Konzerte, Kabarett, Lesungen etc. Die Theaterlandschaft ist in Oldenburg sehr ausgeprägt und jeder Theaterfreund kommt hier voll auf seine Kosten.