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Kassel Quick Guide
Kassel ist nach Frankfurt/Main und Wiesbaden die drittgrößte Stadt Hessens und hat fast 200.000 Einwohner. Internationales Ansehen genießt die Stadt durch die Kunstausstellung documenta, die hier seit 1955 alle fünf Jahre stattfindet und die weltweit bedeutendste Ausstellung für moderne Kunst ist. Seit 1999 trägt Kassel auch offiziell den Beinamen documenta-Stadt. Da viele Bauwerke während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurden, prägen heute 1950er-Jahre-Bauten das Bild der Stadt. Zum ersten Mal wurde Kassel im Jahre 913 urkundlich erwähnt, von einer Stadt sprach man jedoch erst ab 1189. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Herkules, der sich im Bergpark Wilhelmshöhe befindet. Interessant ist die Einteilung der Menschen, die in Kassel wohnen. Demnach ist ein Kasseler ein Zugezogener, ein Kasselaner ist jemand, der in Kassel geboren wurde, und ein Kasseläner darf sich nur derjenige nennen, dessen beiden Elternteile Kasselaner oder Kasseläner sind. Zu den bekanntesten Personen, die in Kassel gewirkt haben, zählen u.a. Jacob und Wilhelm Grimm, besser bekannt als Gebrüder Grimm.
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Kultur und Freizeit in Kassel
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Aufgrund der Kriegszerstörungen und der städtebaulichen Entscheidungen nach dem Zweiten Weltkrieg lassen sich im Stadtbild nur noch wenige historische Bauwerke ausmachen. Das beeindruckendste Gebäude ist die Kirche St. Martin, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Weitere sehenswerte Sakralbauten in der Kasseler Innenstadt sind die Brüderkirche, die Karlskirche und die Kreuzkirche. Sehenswerte Profanbauwerke sind das Fridericianum, der Druselturm als Rest der ehemaligen Stadtbefestigung und das Ottoneum, das erste feststehende Theatergebäude Deutschlands, das heute als Naturkundemuseum genutzt wird.
Museen und Theater
Kassel beherbergt eine Vielzahl von Museen und Galerien, wobei das Fridericianum eine herausragende Stellung einnimmt. Zum einen gehört das 1779 erbaute Museumsgebäude zu den ersten öffentlichen Museen auf dem europäischen Kontinent, zum anderen ist es der Mittelpunkt der documenta. Außerdem befindet sich im Fridericianum eine Kunsthalle, ein Ausstellungsort für moderne Kunst. Ein weiteres bedeutendes Museum ist das Hessische Landesmuseum mit seinen thematischen Schwerpunkten Vor- und Frühgeschichte, Kunsthandwerk und Plastik und Volkskunde. Zudem ist dort auch das weltweit erste Tapetenmuseum zu finden, das 1923 eröffnet wurde. Auch die Brüder Grimm werden in Kassel mit einem Museum gewürdigt. Seit 1959 befasst sich das Grimm-Museum mit dem Leben, Werk und der Wirkung der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Weitere bedeutende Einrichtungen in der Museumslandschaft sind u.a. das Naturkundemuseum im Ottoneum, die Caricatura im Kulturbahnhof, das Stadtmuseum, das Schloss Wilhelmshöhe und das Astronomisch-Physikalische Kabinett.
Nachtleben
Das Theaterspiel hat in Kassel eine lange Tradition, wie die Errichtung des Ottoneum im Jahre 1605 beweist. 1909 entstand am Friedrichsplatz auf Wunsch Kaiser Wilhelm II. mit 1450 Sitzplätzen eine der größten Bühnen des Landes. Nach großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde ein neues Theaterhaus an gleicher Stelle gebaut und 1959 eröffnet - Das Staatstheater ist heute ein moderner Theaterbetrieb, in dem mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zu den Darbietungen gehören Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater und dazu verschiedene Konzertvarianten. Zum Staatstheater gehört auch das tif (Theater im Fridericianum). Das Staatstheater ist mit über 200.000 Besuchern pro Jahr ein sehr beliebtes Theater. Neben dem Staatstheater gibt es in Kassel noch zahlreiche weitere Bühnen, darunter die Komödie Kassel, das ImproKS und die Kleine Bühne 70.