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Heidelberg Quick Guide
Heidelberg liegt unweit der Mündung des Neckars in den Rhein und ist mit über 140.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Jährlich besuchen Millionen Menschen aus aller Welt eine der schönsten Städte Deutschlands. Inmitten der Berge an einem Fluss gelegen, dazu das Heidelberger Schloss und die beeindruckende barocke Altstadt - Heidelberg hat seinen Besuchern einiges zu bieten. Weltweit berühmt ist die Stadt auch für die Ruprecht-Karls-Universität, 1386 gegründet und somit die älteste Universität des Landes. Auch heute haben Wissenschaft und Forschung hier einen hohen Stellenwert, es befinden sich mehrere Hochschulen und zahlreiche Forschungsinstitute innerhalb der Stadtgrenzen. Im Heidelberger Veranstaltungskalender finden sich täglich bis zu 100 Veranstaltungen und bezeugen die kulturelle Vielfalt der Stadt. Da Heidelberg im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen verschont blieb, beherbergt die Stadt unzählige geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten, darunter die Alte Brücke, bedeutende Kirchen, viele historische Bauwerke und Gedenkstätten. Erstmals schriftliche Erwähnung fand Heidelberg im Jahre 1196, wobei davon auszugehen ist, dass der Ort einige Jahre vorher entstanden ist. Vom 13. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts war Heidelberg die Residenz der Pfalzgrafen und Hauptstadt der Kurpfalz und erlebte eine Blütezeit, die der ausschlaggebende Grund für den anhaltenden Ruhm und die große Bedeutung der Stadt ist. Zu den berühmtesten Persönlichkeiten Heidelbergs gehören u.a. der Erste Reichspräsident Friedrich Ebert, der Philosoph Karl Jaspers oder der Schriftsteller Ernst Jünger.
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Kultur und Freizeit in Heidelberg
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Das Wahrzeichen der Stadt ist das im 13. Jahrhundert erbaute Heidelberger Schloss, das zunächst als Burganlage zu Schutzzwecken errichtet, von den später ansässigen Kurfürsten dann aber zur prachtvollen Residenz ausgebaut wurde. Durch die Zerstörungen im 17. Jahrhundert, einen Brand im Jahre 1764 und der Abkehr des Kurfürsten Karl Theodor wurde aus dem einst prächtigen Schloss eine Ruine. Es stand sogar zur Debatte, die Schlossruine gänzlich abzureißen. Die romantische Begeisterung für das Bauwerk führte dazu, dass die Schlossruine erhalten wurde, zumal sie für eine Zunahme des Fremdenverkehrs verantwortlich war. Noch heute ist sie ein Touristenmagnet. Eine weitere Attraktion ist die Alte Brücke, eigentlich Karl-Theodor-Brücke, die zu den ältesten Brücken Deutschlands gehört und 1248 zum ersten Mal erwähnt wurde. Die Brücke verbindet die Heidelberger Altstadt mit dem östlichen Ende des Stadtteils Neuenheim. Heute ist nicht mehr die ursprüngliche Brücke zu bewundern, sondern die mittlerweile neunte Brücke an gleicher Stelle. In der heutigen Form wurde sie 1788 erbaut, im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1947 wieder freigegeben. Auf der 200 Meter langen Brücke befinden sich zahlreiche Brückenfiguren und Statuen. Zu den wichtigsten Sakralbauten gehören die Heiliggeistkirche, die Jesuitenkirche und die Christuskirche. Bedeutende historische Bauwerke sind u.a. das Hotel Zum Ritter von 1592 und damit das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt, das Karlstor, das im Barock-Stil erbaute Rathaus sowie Bauwerke, die zur Universität gehören, darunter die Bibliothek.
Museen und Theater
Wer mehr über die spannende und wechselhafte Geschichte Heidelbergs und Umgebung erfahren möchte, ist im Kurpfälzischen Museum genau richtig. Das Museum eröffnete 1908 im Palais Morass seine Pforten und präsentiert eine umfangreiche Sammlung an Münzen, Waffen, Gemälden und weiteren relevanten Exponaten, die bis in die frühgeschichtliche Zeit zurückreichen und die Entwicklung der Region veranschaulichen. Das Völkerkundemuseum hingegen beschäftigt sich mit den Ritualen und der Kultur weit entfernter Völker und ist seit 1921 im Palais Weimar untergebracht. Hier finden die Besucher Kunstwerke und ethnografische Objekte der verschiedenen Kontinente. Zur vielfältigen Museumslandschaft Heidelbergs gehören u.a. das Car-Bosch-Museum, das Deutsche-Apotheken-Museum und das Ägyptische Museum sowie einige Heimat- und Firmenmuseen. Die Universität besitzt auch auf diesem Gebiet eine herausragende Stellung, denn viele der Institute sind im Besitz umfangreicher Bestände, die für Besucher zugänglich sind. Hier werden die unterschiedlichsten Themen behandelt, z.B. Zoologie, Anatomie, Astronomie, Geologie oder die Antike. Zusätzlich existiert auch ein eigenes Universitätsmuseum. Gemeinsam mit Mannheim und Ludwigshafen veranstaltet Heidelberg jedes Jahr die Lange Nacht der Museen, die nach Berlin das zweitgrößte Event dieser Art ist.
Nachtleben
Die Theaterszene in Heidelberg ist sehr lebhaft und facettenreich, wobei das Theater der Stadt der größte Theaterbetrieb ist. Das Theater und Philharmonische Orchester der Stadt Heidelberg, so die vollständige Bezeichnung, beschäftigt ein eigenes Ensemble und zeigt Aufführungen in den Sparten Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Schauspiel, Konzert und Kinder- und Jugendtheater. Spielstätten sind neben der Städtischen Bühne, die mit Friedrich Schillers Braut von Messina 1853 eröffnet wurde, das Werkraumtheater zwinger1, der zwinger3 und die ehemalige Probebühne friedrich5. Für Konzerte wird die Heidelberger Stadthalle genutzt. Ein Theater mit gänzlich anderer Ausrichtung ist das Zimmertheater, das 1950 gegründet wurde und damit das zweitälteste Privattheater Deutschlands ist. Weitere Bühnen in Heidelberg sind u.a. das Taeter Theater, das Puppentheater Plappermaul, das englischsprachige Roadside Theater, das Augustinum, oder die Bühne 14. Mit dem Romanischen Keller verfügt auch die Universität über ein eigenes Theater, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.