GelbeSeiten für Halle - Quick Guide
Halle Quick Guide
Halle liegt an der Saale und ist mit über 230.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Sachsen-Anhalts. "Halla" wird das erste Mal im Jahre 806 n. Chr. erwähnt und entwickelte sich aufgrund des Salzhandels zu einer florierenden Stadt. Die "Fünf Türme", heutiges Wahrzeichen der Stadt, setzen sich aus dem Roten Turm sowie den vier Türmen der Marktkirche zusammen, die im 15. bzw. 16. Jahrhundert entstanden. Halle war die Hauptstadt des Erzbistums Magdeburg mit Kardinal Albrecht von Brandenburg an der Spitze, dessen Prunksucht von Martin Luther moralisch und religiös verurteilt wurde und ihn in seinen Reformationsplänen bestärkten. Im Zweiten Weltkrieg fielen die Zerstörungen in Halle relativ glimpflich aus. Halles Entwicklung hängt eng mit der Gründung mehrerer Hochschulen zusammen, die hier ansässig sind und der Stadt viele Impulse liefern. Insgesamt 20.000 Studierende sind an den Hochschulen immatrikuliert, wobei die meisten an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studieren. Weitere Universitäten sind die Hochschule für Kunst und Design sowie die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik. Des Weiteren befinden sich weitere wichtige Bildungs- und Forschungseinrichtungen in der Stadt, z.B. die 1652 gegründete wissenschaftliche Akademie Leopoldina und der Wissenschafts- und Technologiepark weinberg campus. Bedeutendster Sohn der Stadt ist der Komponist Georg Friedrich Händel.
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Kultur und Freizeit in Halle
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Die auffälligsten Bauwerke in der Silhouette der Stadt sind die viertürmige Marktkirche und der Rote Turm, weshalb Halle auch als Stadt der Fünf Türme bekannt ist. Die Marktkirche, eigentlich Marktkirche Unser Lieben Frauen oder Marienkirche, entstand zwischen 1529 und 1554, da Kardinal Albrecht von Brandenburg eine repräsentative Kirche für seine Residenzstadt Halle benötigte. Der 84 Meter hohe Rote Turm, anderer Teil des Wahrzeichens, wurde im spätgotischen Stil in der Zeit von 1418 bis 1506 auf dem Marktplatz errichtet. In Halle finden sich noch weitere Sakralbauten, darunter der Hallesche Dom am westlichen Rand der Altstadt. Dieser wurde um das Jahr 1300 erbaut und ist das älteste noch vorhandene Kirchengebäude der Stadt. Andere bedeutende Kirchen sind u.a. die Moritzkirche, St. Laurentius, St. Johannes und St. Ulrich, die als Konzerthalle genutzt wird. Weitere sehenswerte historische Gebäude sind zwei mächtige Burgen, die sich innerhalb des Stadtgebiets befinden. Zum einen ist das die Burg Giebichstein, zum anderen die Moritzburg. Auch die Wassertürme oder die vielen bedeutenden Denkmäler und Skulpturen, die man in Halle findet, sind einen Besuch wert.
Museen und Theater
In der Museumslandschaft Halles finden sich viele Einrichtungen mit verschiedenen Themen und Ansätzen. Das Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt gehört zu den wichtigsten archäologischen Museen in Europa. Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 10 Millionen Funde, darunter auch Exponate von Weltrang wie die Himmelsscheibe von Nebra, der ältesten konkreten Himmelsdarstellung der Menschheit, die um das Jahr 1.600 v. Chr. entstanden ist. Das Kunstmuseum Sachsen-Anhalt ist in der Moritzburg aus dem 15. Jahrhundert untergebracht und präsentiert schwerpunktmäßig Kunstwerke aus der Klassischen Moderne und der Neuen Sachlichkeit. Im Händel-Haus befindet sich das Musikmuseum, das sich mit der regionalen Musikgeschichte, historischen Musikinstrumenten und dem Leben und Werk Georg Friedrich Händels beschäftigt. Der berühmte Barockkomponist Händel wurde 1685 in Halle an der Saale geboren und starb 1759 in London. Unter den zahlreichen weiteren Museen der Stadt befinden sich z.B. die Frankeschen Stiftungen, das Halloren-Schokoladenmuseum, das Stadtmuseum oder das Beatles-Museum.
Nachtleben
Seit 2009 sind die Oper, die Staatskapelle, das Neue Theater, das Puppentheater und das Thalia Theater organisatorisch unter einem Dach zu finden und bieten ihren Gästen ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. Während sich die Oper und die Staatskapelle für die musikalische Kultur verantwortlich zeichnen, steht im Neuen Theater das Schauspiel im Vordergrund. Sie ist das Herzstück der Kulturinsel und führt Theaterstücke vom klassischen Sprechtheater über Komödien bis zu zeitgenössischen Inszenierungen auf. Das Puppentheater wurde 1954 gegründet und befindet sich seit 2002 mit zwei Bühnen auf der Kulturinsel. Das Thalia-Theater ist das einzige Kinder- und Jugendtheater in Sachsen-Anhalt und wurde 1952 gegründet. Weitere Häuser in der Theaterszene Halles sind das Steintor-Varieté von 1889, eines der ältesten Varieté-Theater Deutschlands, sowie der Kleinkunst- und Kabarettverein Die Kiebitzensteiner e.V..